Bild 9-12
Die "Gladstone" im NRM in York  
-englische Eisenbahn im Modell-  
    [ Englische Eisenbahn im Modell-Startseite ]   [ Anlagenfotos ]   [ Englische Modellbahnen ]   [ Eisenbahn in England ]   [ Links ]   [ Gästebuch ]
 
 

 

Bild 9: Güterzug der GWR

  

Ein Güterzug fährt in den Bahnhof "Blackmoor Vale" ein. Zuglok ist die 46521, eine Maschine der Ivatt 2 MT, besser bekannt nach als "Mickey Mouse". Diese Baureihe wurde von 1946 bis 1953 insgesamt 128 mal gebaut. Die Achsfolge ist 2-6-0, d.h. nach der englischen Zählweise drei Achsen mit Vor- und ohne Nachläufer.

Ursprünglich für die London Midland Region vorgesehenen, gelangten ab 1952 die in Swindon gebauten 25 Exemplare in die Western Region. Aufgrund ihrer geringen Achslast und ihrer guten Traktionsleistungwar sie vielfältig vor Güter- und Personenzügen einsetzbar.

Insgesamt sieben Loks sind noch beim großem Vorbild erhalten. Die 46521 ist seit Januar 2012 wieder betriebsfähig und fährt unter dem Namen "Blossom" in Lined-Black-Lackeriung bei der Great Centra Railway in Lougborough.

Bild 10: Bahnübergang

   
 

Niveaugleiche Bahnübergänge sind in auf den britischen Inseln eher seltener als auf dem Kontinent, da in den Pioniertagen der Eisenbahn genug Kapital vorhanden war und die Bahngesellschaften lieber Brücken und Unterführungen bauten, um den gesetz-lichen Anforderungen an die Wegübergangs-sicherung zu entgehen.

Mein Bahnübergang auf "Blackmoore Vale" wird von vier Servos angetrieben, eine Lösung, die es (noch) nicht ferig zu kaufen gibt und man selber bauen muß. In Funktion ist die Level Crossing hier zu sehen:

Working Level Crossing - YouTube

Die Zuglok ist eine dieselhydraulische Lok der Class 52. Es ist die 1961als erstes gebaute Lok No. D1000 "Western Enterprise".

Bei der "Western Class" hat man anfangs mit verschiedenen Farbgebungen experimentiert, wie "desert sand", "golden ochre", "BR maroon" und "BR green". Ab 1966 wurden dann alle Loks in BR Blue with full yellow ends lackiert.

Das OO-Modell der Lok stammt von der dänischen Firma Heljan.

Bild 11: Autocoach

   
 

Um den Betrieb auf ihren unzähligen Nebenbahnen zu rationalsieren, baute die GWR ab 1928 die sogenannten "Autocoach".

Das war ein 4achsiger Personenwagen mit Steuerstand auf der einen Seite, in dem der Lokführer stand. Die Verbindung zur Lok unter dem Wagenboden war eine Welle mit Kardangelenken am Übergang. Diese Welle wirkte dirket auf den Regler.Die Vakuum-Bremse war mit Schläuchen verbunden, die Glocke über Seilzug.

Die Wagen wurden nach dem Diagramm A27 gefertigt und waren für ihre Zeit recht modern, denn sie hatten elektrische Beleuchtung, Dampfheizung und eine große Messing-Warnglocke ! Das Design bewährte sich so gut, daß bis weit in British-Rail-Zeit alles im allem 163 Stück mit nur geringen Änderungen gebaut wurden.

Noch heute sind bei diversen Museumsbahnen Autocoaches im Einsatz, so zum Beispiel bei der Llangollen Railway in Wales.

Das OO-Modell ist von Hornby, basierend auf einem Airfix-Modell.

Bild 12: Diesels im Anmarsch

   
 

Natürlich kam man auch in den fünfziger Jahren nicht umhin, sich Gedanken über die Verdieselung zu machen.

Zum schrittweisen Ersatz der "Fliegenden Bananen" wurden ab 1959 von der Pressed Steel Company nahe Oxford 16 Motorwagen und 10 Anhänger gebaut.

Von der Klassifizierung her werden sie als "Driving Motor Brake Second" (DMBR) bezeichnet, was übersetzt soviel wie "Triebwagen 2.Klasse mit Bremserabteil" bedeutet. Die Fans haben die Wagen als "Bubble Cars" wegen dem abgerundetem Äußeren bezeichnet.

Ab 1972 erhielten die Baureihe die TOPS-Nummer Class 121. Drei Triebwagen sind auch noch heute (2012) im Einsatz und damit dürfte die Class 121 mit über 60 Jahren Betriebsdauer der Rekordhalter auf britischen Schienen sein.

Das Modell stammt von Hornby, ich habe es noch nachträglich mit LED-Lichtwechsel rot-weiß ausgestattet.

Bild 13: am Abend

   
 

Der Abendzug, gezogen von der ex-GWR-Tenderlok Nr. 4569 verläßt den Bahnhof. Der gesamte Zug besteht aus Mark-1-Wagen und stammt aus dem Sortiment der Firma Bachmann. Wichtig ist bei der Zugkomposition, daß mindestens ein Wagen ein "Guard"-Abteil mit Handbremse und ein First-Class-Abteil hat. Um dieses zu gewährleisten, gab es den Wagentyp "Brake Composite Korridor". Ein Wagen vom Typ BCK und die Lok ist also der kürzeste mögliche Personenzug.

Die "bunte" Zusammenstellung ist durchaus vorbildgerecht. In den ersten beiden Jahrzehnen ihres Bestehens experimentierten die BR mit allerlei Farbvarianten, je nach Region und Jahr waren die Wagen unterschiedlich, mal braun-elfenbein, mal rot-elfenbein, im Süden grün, spaäter in der Midland-Region maroon (ein dunkelrot).

So kam ein farbenfroher Fuhrpark zustande, für den Modeller ein erfreulicher Nebeneffekt.

Mit Namen versehene Züge wie der "Cornish Riviera Express" oder "The Bristolian" wurden jedochin der Regel farbrein gebildet.