Englische Modellbahnen
00-Katalog der Firma "Mainline" von 1976
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Englische Modellbahnen

Die englischen Modellbahnen unterscheiden sich in vielen Belangen zu den kontinentaleuropäischen Gegenstücken. Als erstes ist der Maßstab zu nennen. Aufgrund historischer Entwicklungen ist alles ein wenig anders als bei uns. Zum Beispiel spielt die in Deutschland so populäre Spur H0 in Großbritannien und Irland fast gar keine Rolle.

Die Hauptnenngröße ist die Spur OO (gesprochen "dubbel Ooh" ) im Maßstab 1:76, also etwa 10% größer als unser H0.

Gefahren wird jedoch auf 16,5 mm Gleis wie bei uns. Die meisten Modellbahner bauen in dieser Spur. Auf dem zweiten Platz liegt die Spur N im Maßstab von 1:148.  Die Spur O liegt an dritter Stelle (Maßstab 1:43,5), aber hier ist besonders der Selbstbau angesagt, da es bisher nur wenige Fertigmodelle gibt. Dafür kann man hier ein Höchstmaß an Vorbildtreue erzielen. Die Spurweite ist 32 mm. Der größte Anbieter an Spur-O-Bausätzen ist Tower-Models (Adresse siehe Linkseite). Für einen Aufpreis werden die meisten Modelle auch professionell montiert, lackiert und beschriftet angeboten.

Seit 2010 ist jedoch in Großbritannien ebenfalls ein vermehrtes Angebot an Spur O-Fertigmodellen festzustellen, was zu höherer Qualität bei sinkenden Preisen führt. Führend sind hier die Firmen Heljan, Ixion und Lionheart Models. Für Ende 2014 ist von Dapol die Southern Terrier Dampflok als Ready-To-Run-Model angekündigt, gefolgt Anfang 2015 von der dieselelektrischen Rangierlok Class 08.

Spur OO wird auch als 4mm gauge bezeichnet, das bedeutet 1 engl. Fuß beim Vorbild sind im Modell 4mm, dementsprechend ist Spur O gleich 7mm gauge und Spur N heißt auch 2mm gauge. (gauge=Spur)

Die Bezeichnungen für Schmalspur sind OO9 (bei uns H0e) und O-16.5 (Spur 0e).

Von 1957 bis Ende der sechziger Jahre gab es im Programm der Firma Triang auch ein komplettes System mit Loks, Wagen, Gleisen usw in der Spurweite TT. Leider wurde dieses Programm mangels Nachfrage nicht weiter verfolgt, jedoch sind einige Fans der 12 mm Spur nach englischem Vorbild weiterhin aktiv, es gibt Kleinserienmodelle und ich habe auch schon sehr gut gestaltete Anlagen gesehen. Britisch TT hat den Maßstab 1:102 und wird auch als "3 mm gauge" bezeichnet. Die Geschichte der Triang-TT-Bahn und viele Modelle findet ihr unter www.triang.org.uk

Einige Dinge an den britischen Modellbahnen sind für das deutsche Auge gewöhnungsbedürftig, z.B. die Fallhakenkupplungen an den 00-Modellen und das Fehlen von Beleuchtung an den Dampflokmodellen. Das hat unter anderem seinen Grund darin, daß früher mit unterschiedlicher Anordnung von bis zu fünf Laternen die Zuggattung angezeigt wurde. Das war natürlich modellmäßig nur sehr schwer realisieren und wurde deshalb weggelassen. Heutzutage wäre es zwar mittels Digitaltechnik möglich, aber die Engländer sind nun mal recht traditionsbewußt und Änderungen gehen da nicht so schnell. Außerdem sind die britischen Loklaternen sehr klein und müßten dann auch noch umsteckbar sein.

Die neueren Diesel- und E-Loks und Triebwagen verfügen jedoch alle über LED-Beleuchtung und Lichtwechsel.

Positiv ins Gewicht fallen auf anderer Seite die hervorragende Detaillierung und Beschriftung sowie die niedrigen Spurkränze. Seit kurzem verhaufen die Bachmann und Hornby Loks mit fabrikmäßig installierten DCC-Decoder, seit Ende 2008 sind Dieselloks mit Sounddecoder erhältlich und 2010 folgten die ersten "Sound-Dampfer" von Hornby und Bachmann, wie die A4 "Herring Gull" und die "Black Five". Seit 2011 gibt es von Hornby eine Rangierdiesellok der Class 08 mit eingebauten Sonddecoder, was aufgrund der Kleinheit des Modelles eine besondere Herausforderung darstellte. Die von Hornby und Bachmann verwendeten Sounddecoder stammen durchweg von der deutschen Firma ESU, beste Qualität und Service sind also gewährleistet.

Die an den früheren OO-Modellen verbaute Fallhakenkupplung sieht zwar manchmal recht klumsig aus, funktioniert aber sehr zuverlässig. In den letzten Jahren werden jedoch alle neuen Modelle mit NEM-Normschacht angeboten, so daß jeder die Kupplung seiner Präferenz einsetzen kann. Die neueren Bachmann- und Hornby-Personenwagen sind weitestgehend alle mit Kurzkupplungskulisse und Normschacht ausgestattet. Und auch Dapol rüstet nun die neuen Güterwagen in OO mit Normschacht aus.

Ein neuer Trend seit 2009 sind Modelle, die speziell für bestimmte Fachhändler gefertigt werden. Hattons in Liverpool fing 2009 mit der Class 14 "Teddy Bear" (gefertigt von Heljan) an, Kernow in Cornwall zog Anfang 2012 mit der Dampflok "Beattie Well Tank" ( von Dapol) nach. Im März 2014 ist bei Hattons die LMS Garratt Dampflok erschienen, gefertigt von der dänischen Firma Heljan.

 
  Hornby  
 

Die größte Firma in England mit der längsten Tradition ist die Firma Hornby, vergleichbar im Bekanntheitsgrad mit Märklin in Deutschland. Seit 1938 wurde das berühmte Hornby-Dublo System, ein Dreischienensystem in Spur OO, hergestellt. Mehr zu Hornby Dublo ist hier zu finden: Hornby Dublo

Das jetzige Zweileitersystem basiert auf dem Programm der Firma Tri-ang. Bis 1972 hieß die Firma deshalb Triang-Hornby.

Das Hornby-Programm besteht aus einem Komplettangebot in der Spur OO: Loks, Wagen, Gleise, Gebäude und neuerdings ein einfaches Digitalsystem, basierend auf dem DCC-Standard.

Hornby war früher bekannt als Hersteller von mehr spielzeughaften Modellen, doch in den letzten 10 Jahren hat sich ein Wandel vollzogen. Die neueren Modelle sind hervorragend detailliert und beschriftet, haben schräg genutete Motoren mit Schwungmasse, digitale Schnittstelle und Normschacht. Seit Mitte der 90er Jahre ist die Produktion komplett nach Fernost verlagert worden, nur Entwicklung und Vertrieb verblieben in England. Das führt dazu, daß die Endverbraucherpreise etwa zwanzig Prozent unter unserem Nivau liegen.

Sehr gut sind die OO- Gebäudemodelle von Hornby nach typisch englischen Vorbildern im "Skaledale"-Programm. Sie bestehen aus Resin-Guß und sind bereits gefärbt und gealtert. Aufgrund des großen Erfolges gibt es die meisten Modelle nun auch in Spur N, hier heißen sie dann "Lyddle End". Das ist aber bis jetzt auch das einzige, was  Hornby in N herstellt.           

Im Jahr 2003 hat Hornby die LIMA-Gruppe gekauft, seit Ende 2006 werden die ehemaligen englischen Lima-Modelle überarbeitet und mit neuen Antrieben wieder angeboten, darunter auch der bekannte GWR Railcar "Flying Banana" und die dieselelektrische Lok der Class 73.

Zur Website geht´s hier: www.hornby.com

 

  Bachmann
 

Der direkte Konkurrent zu Hornby und der zweite große englische Hersteller ist die Firma Bachmann. Seit fast 20 Jahren gibt es nun "Branch-Line" Modelle in der Nenngröße OO. Bachmann stellt Dampf- und Dieselloks, Triebwagen, Personen- und Güterwagen her. Die Produktion erfolgt ebenfalls in China. Die Details und Beschriftung sind wie bei allen englischen Herstellern sehr gut. Normschacht und Schnittstelle sowie Kurzkupplungskulisse ist bei Bachmann besonders in der "Blue Riband"-Auswahl weiter verbreitet als bei den anderen britischen Firmen. Die Personenwagen von Bachmann sind eine Augenweide, aber einiges günstiger als ihre deutschen Pendants.

Bachmann bietet auch Modelle nach irischen Vorbild an, eine absolute Seltenheit auf Modellbahnanlagen.

Ein guter und preiswerter Einstieg bei Bachmann sind die Startpackungen, hier gibt es auch Digital-Startsets.

Seit einiger Zeit vertreibt Bachmann unter der Marke "Scenecraft" ebenfalls Gebäude-Fertigmodelle im Maßstab 1:76 aus Resin-Guß, komplett bemalt und gealtert. Der Schwerpunkt liegt hier mehr im industriellen Bereich, so gibt es eine komplette Kohlenmine mit Förderturm und ein Busdepot.

Welche Firma von den beiden (Bachmann oder Hornby) die besseren Modelle hat, kann man nicht sagen. Jede hat ihre Stärken und leistet sich ab und zu einen Ausrutscher. Die Qualität der neusten Lok hält jedoch jeden Vergleich mit den Produkten der renommiertesten europäischen Hersteller stand.

Ende 2012 hat Bachmann den lang gewünschten "Blue Pullman" Triebzug in einer hervorragenden Qualität heraus gebracht.

Bachmann hat vor einigen Jahren die Firma "Graham Farish" (Spur N) übernommen und vertreibt nun dieses Programm, näheres dazu weiter unten.

 

 

Dapol

 

Die Firma Dapol stammt aus Wales und produziert sowohl OO- als auch Spur N-Modelle. In Spur OO sind es hauptsächlich Güterwagen, vor allem auch Güterwagen mit besonderen Beschriftungen "private owner" (Privatwagen) in begrenzter Auflage. Das Sammeln von Privatwagen ist ein eigenes Sammelgebiet und in England  sehr verbreitet. Jeden Monat kommen etwa zehn Modelle auf den Markt. Der Preis liegt pro Stück etwa bei 10 Euro und die Auflagen meist bei 500 Stück.

Desweiteren sind in Spur OO unmotorisierte Bausätze von Loks und Triebwagen aus dem ehemaligen Airfix-Programm im Angebot, welche sehr preiswert sind. Diese sind besonders gut für Umbauten und eigene Lackierungen geeignet, bei einem Fehler ist der finanzielle Verlust leichter zu verschmerzen. Interessant sind auch die Ausgestaltungsmaterialien (diverse Gebäude, Wasserturm, Signalbrücke, Drehscheibe usw). Ebendso einen Blick wert sind die Waggonbausätze und die diversen Bausätze der Stanier Personenwagen. Im Gegensatz zu den unlackierten Güterwagen-Kits sind die Seitenteile der Stanier-Coaches bereits fertig lackiert und beschriftet, nur Dach und Endteile müssen noch angemalt werden.

Eine weite Auswahl an Fertigmodellen besteht in Spur N, Dampfloks wie die "häßlichste Dampflok der Welt" (die Southern Q1), diverse Dieselloks wie ein hervorragendes Modell der auch in Deutschland bekannten Class 66 mit Lichtwechsel und Normschacht, Dieseltriebwagen sowie Güter- und Personenwagen, alles mit der N-Normkupplung. 2008 brachte Dapol ein Modell der Class 9F, im selben Jahr ist das hervorragend gelungene Modell der Dampflok "B17" erschienen. Danach folgte die LNER B1. Seitdem wird das Programm kontinuierlich ausgebaut.

Das derzeit aktuelle Lieferprogramm (Anfang 2012) umfaßt folgende Spur N-Lokomotiven und Triebwagen:

Dampfloks: LNER B17, British Railways Britannia Class, A1X Terrier, LNER B1 und die GWR Hall Class

Dieselloks und Triebwagen: Class 35 Hymek, Class 43 HST, Class 58, Class 67, Class 86, Class 121, Class 153 und die Class 156.

Angekündigt ist für dieses Jahr unter anderem ein neues Modell der Diesellok Class 52 Western Class.

Seit Anfang 2011 stellt Dapol auch RTR- (Ready-to-run)-Modelle in Spur OO her. Den Beginn machte die Dampflok 2-4-0 WT Beattie Well Tank, die als limitierte Serie für den Händler Kernow Models hergestellt wurde.

Danach folgte die kleine Dampf-Rangierlok 0-4-0 Sentinel Shunter für die Zeitschrift Model Rail. Beide Loks sind sowohl von der Detaillierung und von den Fahreigenschaften recht gut gelungen und auch noch bei den obigen Quellen erhältlich.

Anfang 2012 erschien nach 3-jähriger Entwicklungszeit als erstes "normal" erhältliches Modell  in Spur OO die Diesellok Class 22 Baby Warship. Auch diese Lok ist ein voller Erfolg und zeigt, daß sich langjährige Entwicklungszeiten durchaus lohnen.

Die nächsten Auslieferungen werden die Diesellok Class 21/29 North British die berühmten English Electric LMS Twins 10000+100001 (limtierte Serie für den Händler Hattons) sein.

Anfang 2012 hat Dapol seinen Einstieg in die "Senior-Spur" O angekündigt. Die ersten RTR (ready-to-run) Lokmodelle im Maßstab 1:43,5 werden die dieselelektrische Rangierlok Class 08 und die Dampflok Southern "Terrier" sein, Auslieferung ist vorraussichtlich Anfang 2013. Waggonmodelle von diversen offenen Güterwagen sind seit diesem November erhältlich, Brake wagons und Milchtanker folgen in den nächsten Monaten.

Das komplette Programm in O, OO und N findet man unter www.dapol.co.uk.

Die N-Lokmodelle der Firma "Ixion" wurden ebenfalls von Dapol vertrieben. Das erste Modell ist dieser australischen Firma ist eine GWR "Manor" Class in vier Varianten. Bei Auslieferung der ersten Modelle Ende 2008 wurde jedoch bemerkt, daß die chinesiche Formenbauer die Lok etwa 8% zu groß gebaut haben. Darum wurde der Verkauf sofort gestoppt und eine komplett neue Lok aufgelegt, die sogenannte "Manor" MkII. Die bereits ausgelieferten Lok wurden zurück genommen. Inzwischen (2012) ist die zweite, korrkete Serie der Manor Class ausgeliefert. Da Ixion sich in Zukunft stark in der Spur O engagiert, ist die weitere Entwicklung von N-Modellen eingestellt worden. Nähere Informationen dazu auf www.ixionmodels.com

 

  Graham Farish
 

Graham Farish ist der größte Spur-N-Anbieter auf den britischen Inseln. Hergestellt werden Dampf-, Diesel- und Elektroloks, Triebwagen sowie Personen- und Güterwagen. Seit kurzem gehört auch ein Modell des GWR-Triebwagen "Flying Banana" dazu. Mit der Übernahme durch Bachmann sind die Fahreigenschaften der Modelle deutlich besser geworden. Die Detailierung reicht aber nicht an die Modelle z.B. von Minitrix heran, besonders im Fahrwerksbereich, dafür sind die Preise sehr günstig. So kostet eine Schlepptender-Dampflok etwa 95 Euro und ein Personenwagen ca. 17 Euro.

Derzeit sind 6 Startpackungen, 47 Diesel- und Elektroloks, 21 Triebwagen, 42 Dampfloks, etwa 100 Personenwagen und zirka 140 Güterwagen im Sortiment.

Auch bei Graham Farish wird um den Jahreswechsel 2012/13 der legendäre "Blue Pullman" Triebzug (Variante Midland Pullman) als N-Modell erscheinen.

Die Modelle verfügen über die N-Standardkupplung wie wir sie von Deutschland her kennen und fahren natürlich auch auf dem normalen 9mm- N-Gleis. Der Gehäuse-Maßstab ist aber 1:148, also entspricht dem britischen Standard-N-Maßstab. Wobei in der Nenngröße N der Maßstabsunterschied zum sonst üblichen 1:160 nicht so extrem ist, so daß man auch auf das kontinentale Angebot auf Gebäude, Figuren und Zubehör zurück greifen kann (insoweit es stilistisch passt).

Die britischen N-Austellungsanlagen bestechen durch ihren hohen Standard, wozu auch das meistens verwendete Peco-Modellgleis in Code 55 mit nur 1,6 mm Schienenhöhe beiträgt. Desweiteren wird hoher Wert auf eine authentische Streckenführung und vorbildgerechte Zuglängen gelegt, wa ja in dieser Nenngröße eher möglich ist.

Auch in Nenngröße N gibt es seit diesem Jahr ein "Scenecraft" Programm mit Fertiggebäuden aus Resin-Guß. Dabei werden in der Regel die gleichen Vorbilder wie in der Spur OO nachgebildet. Das komplette Sortiment ist unter www.grahamfarish.co.uk   zu finden.

Ein stellenweise recht lebhaften Austausch der deutschen und österreichischen "British N" Fans sowie Informationen zu Fahrzeugen und Bezugsquellen findet man übrigens unter den Foren auf www.1zu160.net. Einfach mal reinschauen und unter der Forumssuche die Begriffe "graham farish" oder "englische Modellbahn" eingeben.

 

 

Heljan

 

Die dänische Firma Heljan stellt seit einigen Jahren auch englische Dieselloks in OO und Spur O her. In 4mm sind das die Class 33, 35, 47, 52 (Western Class) und 57. Anfang 2009 ist der Brush Prototype "Kestrel" erschienen. 2009 brachte Heljan die Class 17, die anfänglichen Probleme mit überhitzten Motoren wurden in einer groß angelegten Rückrufaktion beseitigt. Der Kundenauftrag des Liverpooler Händlers Hattons, die Dieselrangierlok Class 14 "Teddy Bear", zog sich bis Anfang 2011 hin. Die Lok war jedoch sehr erfolgreich und gut gelungen. Ende des gleichen Jahres folgte dann die Class 15 und die Class 28, letztere ebenfalls als Sonderserie für Hattons.

Im Februar 2012 sind die ersten OO-Modelle der Diesellok Class 23 Baby Deltic und des Triebwagens Waggon und Maschinenbau E79960-64 Railcar in die Läden gekommen.

Für die Zukunft sind auch weitere Güterwagen in OO geplant. Das erste Modell dieser Art ist der "IWB" Schiebewandwagen in hervorragender Ausführung.

Weiterhin werden Dogfish Selbstentladewagen und vierachsige Flachwagen von Typ Cargowagon angeboten.

Zwei sehr interessante Modelle sind auch der Heljan-Containerkran und die digital gesteuerte Drehscheibe. Beide Artikel können auch für Spur-H0-Anlagen verwendet werden.

In 7mm (Spur O) besteht das Programm zur Zeit aus der Class 26, Class 33 Cromptons, Class 47 und der Class 55 Deltic in verschiedenen Farb- und Beschriftungsvarianten.

Zur Website der Firma Heljan geht es hier: Heljan UK

 

  Peco
 

Ein guter Bekannter bei vielen Modellbahnern ist die Firma Peco, vor allem durch die Gleissysteme. Am meisten ist das N- und H0-Gleis verbreitet. Das N-Gleis im Code 55 ist meiner Meinung nach das vorbildgerechteste Gleis auf dem Markt. Aber auch das Setrack Gleis in Code 80 ist recht gut und vor allem preiswert (eine Weiche kostet etwa 10 Euro) und es gibt vorgefertigte Gleisbögen. Vor kurzem wurden auch Gleisbögen für das Code 55 System angekündigt, jedoch ist der Liefertermin noch offen.

In der Spurweite 16,5 mm hat man die Auswahl zwischen:

Setrack     - Code 100, preiswert, schneller Aufbau, aber keine DKW, eingeschränkte Auswahl an Weichenradien

Streamline - Code 100, gute Auswahl an verschiedenen Weichenformen wie DKW, EKW, Dreiwegeweiche, Betonschwellengleise, aber derzeit keine vorgefertigte Bögen, nur Flexgleise

Streamline - Code 75, nur 1,9 mm Profilhöhe, sehr vorbildgerechtes Aussehen, schlanke Weichen, DKW, EKW usw. erhältlich, sorgfältige Verlegung erforderlich.

Desweiteren sind Weichen und Flexgleise für die Schmalspurnenngrößen H0m, H0e (in England OO9), 0-16.5 und G-45 erhältlich. Für die Nenngröße O (7 mm) werden zwei verschiedene Profilhöhen angeboten, Code 143 Flat Bottom oder Code 124 Bullhead, darunter neuerdings auch eine Doppelkreuzungsweiche.

Aber Peco macht noch mehr als nur Gleise. In OO9 und O-16.5 sind das Schmalspurloks und -wagen. Für die Nenngröße N gibt es eine große Auswahl an Güterwagen und Bausätzen, meistens von Privatwagen.

Ende 2007 ist die seit einiger Zeit angekündigte "Collet Goods" 0-6-0 Lok mit eingebautem DCC-Decoder erschienen. Durch den hohen Preis von 114 Pfund verkaufte sich die Lok jedoch mehr schlecht als recht, so daß die Produktion Ende 2011 eingestellt wurde und diese Lok nur noch aus Restbeständen bei diversen Händlern oder auf dem Gebrauchtmarkt zu bekommen ist.

In OO gibt es sehr schöne Kesselwagenbausätze und Kits für Wagenuntergestelle. Für beide Nenngrößen werden einige Gebäude, Tunnelportale, Brücken und auch die bekannten englischen Schranken angeboten.

Viele Dinge aus dem Peco-Programm bleiben hier noch ungenannt. Die Internetseite www.peco-uk.com ist kürzlich überarbeitet worden und verfügt nun über Produktabbildungen. Es besteht auch die Möglichkeit, sich auf dieser Seite einen Katalog zu bestellen. Im Peco-Katalog bekommt man auch viele Anregungen und Hinweise zum Anlagenbau und kann immer mal wieder nachschlagen.

 

  Epocheneinteilung der britischen Bahn
 

Die Epocheneinteilung der Britischen Bahnen ist nun auch auf Deutsch erschienen und ich möchte die Gelegenheit nutzen darauf hinzuweisen. Zu finden ist sie unter folgendem Link: www.bdef.de

Danke nochmals an Bernhard Rieger vom BDEF für die Ausarbeitung.

   
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