Irische Modelle
Irische Diesellok der 141/181 Class
-Irische Modellbahnen-
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Irische Modellbahnen

An dieser Stelle zeige ich einige Fotos von Spur 00-Modellen nach irischem Vorbild. Diese Modelle sind eine absolute Rarität und auch auf den britischen Inseln schwer zu bekommen.

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Die sogenannten "Woolwich Moguls" basierten auf der Class N der South Eastern & Chatham Railway (SECR). Die Baureihe wurde von Richard Maunsell, einem geborenen Dubliner, konstruiert und im Jahr 1917 das erste Mal gebaut. Die Klasse war sehr erfolgreich und und einige Loks blieben sogar bis 1968, dem Ende des Dampfbetriebes bei British Rail, in Dienst.

Nach dem ersten Weltkrieg waren viele Munitionsarbeiter in den Waffenfabriken von Woolwich (im Südosten von London) arbeitslos, und so ordnete die britische Regierung als "Arbeitsbeschaffungsmaßnahme " den Bau von 100 Lokomotiven an. Die irischen Bahnverwaltungen erblickten darin eine günstige Gelegenheit, billig zu neuen Loks zu kommen und kauften im Jahr 1924 erst 12 und zwei Jahre später dann 15 Lokomotiven in Bausatzform. Die Loks wurden in den Hauptwerkstätten in Inchiore in der Nähe von Dublin zu Ende montiert.

Bei den irischen Eisenbahn truge sie die Nummer 372 bis 398 und wurden als K1 Class bezeichnet. Es gab sie auch in schwarzer Farbgebung, wobei mir das Grün deutlich besser gefällt.

     
 

Die passenden Personenwagen zu den "Woolwich Moguls" sind in einer Zugpackung zusammen mit der oben abgebildeten Lok erhältlich. Der Hersteller ist Bachmann. Leider sind die Modelle nicht im normalen Bachmann-Branchline-Katalog verzeichnet, sondern merkwürdigerweise im Bachmann-USA-H0-Katalog.

Die Packung besteht aus folgenden Wagen: einem Abteilwagen 3.Klasse, einem Wagen 1./3. Klasse und einem 3.Klasse-Wagen mit Bremser- und Zugführerabteil.

Eine Besonderheit ist, daß die Wagen auf der einen Seite einen Seitengang besitzen, aber trotzdem jedes Abteil zur anderen Richtung hin seine eigene Tür hat, so daß die beiden Waggonseiten absolut unterschiedlich aussehen.

Die Zierstreifen sind nicht weiß oder elfenbein, wie man auf den ersten Blick vermuten würde, sondern hellgrün. Das ist auch auf den meisten Vorbildfotos sehr schwer zu erkennen.

     
 

Kurz nach Erscheinen des Bachmann-Models der britischen N Class erschienen auch die fast identischen Modelle in der Lackierung der CIE, der irischen Staatsbahn der 50er und 60er Jahre.

Die Lok ist in Formgebung und Lackierung gut gelungen, Lok und Tender sind mit einer Kulissenführung gekuppelt und somit ist der Abstand zwischen Tender und Lok recht gering. Die Radsätze bestehen aus Feinguß und haben ein sehr niedriges Spurkranzprofil. Federpuffer und angesetzte Metall-Griffstangen sind sowieso bei englischen Modellen Standard.

Der Führerrstand kam mir ein wenig leer vor, also habe ich die Armaturen in den Farbtönen messing, weiß und rot (Reglerhebel)  hervorgehoben. Ein Heizer und Lokführer von Langley vervollständigen die Szenerie.

Wie alle Bachmann-Modelle ist diese Lok nur für den sogenannten 2.Radius ("second radius") geeignet. In Millimeter sind das 438 mm Mindestradius. Das sollte auch nach Möglichkeit bei der Anlagenplanung eingehalten werden, da sonst die Lok im Gleisbogen klemmt oder gar entgleist.

     
 

Während des 2.Weltkrieges im Jahre 1944 wurden zwei von den Standard-LMS-3F-Rangierloks (auch als "Jinties" bekannt) in den Hafen von Belfast beordert. Der einzige Unterschied zu ihren englischen Schwestern war die breitere Spur und die Nummernschilder. Sie wurden als Y Class bezeichnet. Eine wurde 1956 ausgemustert, die andere, NCC Nr. 19 verblieb im Dienst bis 1963.

"NCC" sind die "Northern Counties Committee", welche den Eisenbahnverkehr in Nordirland nach Gründung des irischen Freistaates betrieben.

Das Modell ist eine Beschriftungsvariante der Bachmann 3F.

Sie besitzt ein schweres Metallfahrwerk, sehr feine Radsätze, NEM-Normschacht und Federpuffer. Griffstangen aus Metall, gedrehte Sicherheitsventile, Pumpen, Bremsschläuche und Kupplungsimitationen sind einzeln angesetzt. Die Detailierung ist sehr gut, nur die Fahreigenschaften könnten besonders im Langsamfahrbereich einen Tick besser sein.

Dafür war der Preis recht günstig, ich hab sie für 75 Euro bei Marks Models in Dublin gekauft.

     
 

Dieser Wagen ist ein Hornby-Modell eines sogenannten "ventilated vans", d.h. belüfteter Wagen. Der Aufbau bestand beim Vorbild aus Sperrholz in einem Blechprofilgerippe, die Wagenkastenenden waren zwecks höherer Stabilität aus einem Stück Blechtafel geprägt ("corrugated sheet").

Die Beschriftung ist das "Broken wheel" der C.I.E. Damit passt der Waggon in die Zeit von 1963 bis 1987, denn viel hat sich in circa fünfundzwanzig Jahren im Aussehen der Güterwagen in Irland nicht geändert.

Wie fast alle Güterwagen auf meiner Anlage ist auch dieser Wagen gealtert. Besonder die Dächer und Fahrgestelle haben meist eine Nachbehandlung nötig.

     
 

Ein weiteres Modell ist dieser Viehwagen von Dapol. Der Transport von Lebendvieh spielte früher bei der irischen Eisenbahn eine große Rolle. Jede einigermaßen größere Station hatte ihre eigene Viehverladerampe ("cattle dock"). Das Vieh wurde in Ganzzügen zu den meist monatlichen Märkten gefahren. Heute sind zwar die Anzahl der Schafe und Rinder nicht weniger geworden, aber sie werden leider nur noch mit dem LKW übers Land gekarrt.

Der Wagen trägt das Symbol der CIE zwischen den Jahren 1945 und 1962. Es ist aus dem modifizierten Logo der Dublin United Transport Company (DUTC) entstanden. Im Volksmund wurde dieses Zeichen boshafterweise als "Flying Snail" (fliegende Schnecke) bezeichnet, wohl als Anspielung auf die niedrige Durchschnittsgeschwindigkeit der Züge in dieser Zeit !!!

Dieser Wagen wurde ebenfalls heftig mit Beriebsspuren versehen. Ein weitres Bild eines offenen irischen Güterwagen befindet sich in der Modellgalerie.

     
 

Im Jahr 1992 kaufte Irish Rail von der britischen Staatsbahn 16 gebrauchte Reisezugwagen vom Typ Mark 2, um ihre älteren Park Royal Coaches zu ersetzen. Die Wagen erhielten Drehgestelle in 1600 mm Breitspur und wurden zu Großraumwagen (genannt "open standard" ) und zwei Buffetwagen umgebaut. Sie erhielten die Nummer 4101-14 (Buffet 4401/02). Über lange Jahre waren diese Wagen hinter den meisten Dieselloktypen der "iarnrod eireann" im Einsatz.

Die Basis für die Modelle bilden die hervorragenden neuen Bachmann-Mark 2 Modelle. Sie sind im leuchtendem Irish-Rail-Farbschema lackiert. Die Detaillierung, Verglasung und Beschriftung erfüllt hohe Ansprüche. Die Wagen haben NEM-Normschacht und Kurzkupplungskulisse. Eine passende Zuglok gibt es in der Class A von der Firma Silver Fox Modelle. Desweiteren ist das Modell der Class 141 von Bachmann (siehe unten) einsetzbar.

Erhältlich sind die Wagen in ausgewählten Modellbahnshops, so zum Beispiel bei Marks Models in Dublin.

     
 

Hier ein erstes Modellfoto der neuesten irischen Modell-Lok in Nenngröße 00. Als Vorbild dient die  Bo-Bo Diesellok der Class 141 der iarnrod eireann. Diese Baureihe wurde ab 1962 in 37 Exemplaren von General Motors beschafft. Da der Motor mit 962 PS ein wenig schwach war, wurden die nächste Lieferung der äußerlich gleichen Loks der Baureihe 181 mit einem 1100-PS Motor ausgestattet. Die Reihe 141/181 war auch noch  Ende 2006 im Einsatz, meistens aber nur noch vor Arbeitsszügen.

Diese Lok ist Ende 2007 als Bachmann-Modell in Spur 00 erschienen. Ausgestattet mit Schwungmassenmotor, Schnittstelle, richtungsabhängiger Beleuchtung, Normschacht und excellenter Detaillierung ist sie das beste Modell nach irischem Vorbild, was bisher produziert wurde. Erhältlich ist sie bei britischen Versandhändlern wie z.B. Hattons, siehe unter Bezugsquellen.

Auf den Seiten von Bachmann Branchline wird man übrigens derzeit irische Modelle vergeblich suchen. Eine gute Übersicht über alles was es gibt, bieten die Seiten von Steve Johnson

Aufgrund ihres langen Einsatzzeitraums von nunmehr 44 Jahren ist sie das ideale Zugmittel für alle Arten von Zügen auf irischen Strecken. In Laufe der Jahrzehnte haben die Loks natürlich verschiedene Farbgebungen, entsprechend dem jeweiligen Zeitgeschmack getragen, so daß sich im Modell ebenfalls eine große Vielfalt an Varianten anbietet.

     
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