Modellgalerie
Hornby-Katalog 2007
-englische Eisenbahn im Modell-
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Modellgalerie

Auf dieser Seite sehen Sie Fotos von Modellen aus meiner Sammlung, mit einigen Infos zu Hersteller, Artikel-Nummer, wo gekauft usw., und wenn möglich, auch etwas über das betreffende Vorbild. Ich habe Modelle von allen großen englischen Herstellern, das meiste direkt vor Ort beim Händler gekauft, vieles über das Internet bezogen und manches auf ganz kuriosen Wegen.

Die meisten Güterwagen werden von mir gealtert, an Loks und Personenwagen hab ich mich noch nicht getraut, wobei ja auch speziell Loks bereits gealtert (weathered) verkauft werden. Wenn nicht anders vermerkt, sind die Modelle alle in Spur 00. Die Fotos entstanden alle auf meiner Anlage "Blackmoor Vale" oder vor einer Fotokulisse. Bei Fragen zu den Modellen oder allgemeine Anfragen siehe meine e-mail-Adresse auf der Kontakt-Seite oder das Gästebuch verwenden.

   
 

Damploks

   
   

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Royal Scot Lok "The Lancer" von Bachmann in der Achsfolge 2`C. Art.-Nr. 31-281. Über Internet gekauft, läuft hervorragend und durch die rote Farbe ein echter "Hingucker".

Das Vorbild wurde erstmals 1927 für die LMS gebaut und besaß 3 Zylindern mit einfacher Dampfdehung. Sie bewährte sich hervorragend und war von der Leistung her einer Pacific ebenbürtig. Ab 1942 erhielten die "Royal Scots" neue konische Kessel, neue Zylinder, und manche auch neue Rahmen und Räder. Nur Führerhaus, Schilder und Tender blieben erhalten. Die umgebaute Variante wurde als "Rebuilt Scot" bezeichnet. Diese Praxis hat später die Reichsbahn der DDR nachgeahmt, also so neu war die Idee der "Reko" also doch nicht. Die letzte Lok der Klasse war bei British Rail bis 1966 im Einsatz.

 
         
    Dampflok der Class 14xx von Hornby, die Artikelnummer ist R 2381 A. Das Vorbild ist eine sogenannte "Autococh loco". Konstruiert von Charles Collett, wurden diese Baureihe 1932 bei der GWR eingeführt. Sie waren alle zum Wendezugbetrieb eingerichtet, das heißt, ein Personenwagen mit Führerstand konnte gezogen und geschoben werden. Dadurch, daß weniger Personal gebraucht wurde, brachte diese eine Einsparung an Personal. Für den Modellbahner ist das natürlich auch praktisch, denn er hat einen Zug, den man ganz vorbildgerecht in beide Richtungen fahren lassen kann. Diese Lok ist schon seit geraumer Zeit im Hornby-Programm, ursprünglich kam sie von Dapol. Die Detaillierung ist gut, es gibt aber auch von Mainly Trains einen Bausatz zum Verfeinern (Rachkammertür, Schornstein usw.) Die Fahreigenschaften sind brauchbar. Der Preis war 38 Pfund bei thesignalbox in Rochester (Kent), bestellt über das Internet.  
         
   

Lok Nr. 68450 der Baureihe J 83 von Hornby, bei einem Trödler in Wincanton im Blackmoor Vale für 30 Pfund (das sind etwa 45 Euro) fast neuwertig erstanden. Die Hornby-Nummer ist R 2324. Ein recht einfacher Aufbau, aber nicht daß man denkt, die Hälfte der Steuerung wurde weggelassen, sondern die Lok hat beim Vorbild ein Innentriebwerk und somit nur außenliegende Kuppelstangen. Die mittlere Achse ist spurkranzlos, dadurch kommt sie um jede noch so enge Kurve. Die Lok ist bereits ab Werk gealtert.

Das Vorbild wurde von N.B.Holmes konstruiert und 1900 bei der LNER eingeführt. Die 40 gebauten Lokomotiven wurden für den leichten Personen- und Güterzugdienst verwendet. Dampfloks mit Innentriebwerk wurden in England übrigens bis Anfang der 50er Jahre gebaut.

 
 

Dieselloks

     
   

Nun ist es soweit, die erste Diesellok ist auf  "Blackmoor Vale" eingetroffen ! Es handelt sich um Lok der Class 08 von Hornby, hervorragend detailiert, durch fünfpoligen schräggenuteten Motor und Schwungmasse beste Laufeigenschaften, Digitalschnittstelle, Normschacht, Führerhaustüren zum öffnen usw.

Das Vorbild wurde 1956 mit der Nummer 3256 gebaut und war in Bristol St.Philips Marsh Depot, also in der Western Region, beheimatet. Die Class 08 ist die englische Dieselrangierlokomotive schlechthin. In 30 Jahren wurden 1193 Exemplare in den Werken von Crewe, Darlington, Derby und Doncaster gebaut, und etwa dreißig Vertreter der Gattung sind auch noch heute im Dienst bei den verschiedenen Privatbahnunternehmen wie EWS, Cotswold Rail und andere. Im Jahr 1992 wurden 14 Loks in die Class 09 umgebaut. Sie erhielten eine andere Getriebeübersetzung und die Höchstgeschwindigkeit stieg auf 44 km/h.

 
 

Triebwagen

     
   

GWR Railcar Nr. 34 von LIMA. Art-Nr. 205143. Ein älteres Modell, wahrscheinlich um 1982 hergestellt. Gekauft bei einem Modellbahn-Gebrauchthändler in Berlin für sehr wenig Geld. Ein echtes Schnäppchen, denn der seltene Pakettriebwagen wird in GB sehr von Sammlern gesucht und ist dementsprechend teuer. Der Antrieb knurrt ein wenig, was aber bei einem Triebwagen nicht so schlimm ist. Die Detaillierung ist für das Alter sehr ordentlich.

Das Vorbild wurde wegen der Form und Farbe als "Flying Banana" bezeichnet. Die Normalvariante wurde als Personentriebwagen in zwei Serien zu je 17 Stück zwischen 1932 und 1940 gebaut, sowie zwei Pakettriebwagen, Nr. 17 und 34. Die Höchstgeschwindigkeit war 120 km/h. Es sind noch 2 Personentriebwagen museal erhalten, die Nr. 4 steht im STEAM Museum in Swindon und die Nr. 22 verkehrt in Didcot.

 
         
 

Personenwagen

     
    2-achsiger Personenwagen von Ratio. Es handelt sich um einen Kunststoffbausatz ein GWR-Coaches mit der Art-Nr. 613. Da ich aber einen grünen Wagen für die Somerset & Dorset Joint Railway benötigte, habe ich ihn dafür adaptiert. Das Vorbild dazu habe ich in einem kleinen Museum in Templecombe im Blackmoor Vale gesehen. Die Ratio-Bausätze sind sehr preiswert, dieser kam 8,16 Euro. Dadurch kann man sie gut für Umbauten und Farbveränderungen verwenden. Der Bausatz kommt unlackiert und ohne Beschriftung. Die Paßgenauigkeit ist gut, eine bebilderte Anleitung ist dabei und er ist auch ohne große Erfahrung leicht zusammenzubauen. Eine passende Beschriftung habe ich trotz intensiver Suche bei englischen Transfer-Herstellern noch nicht gefunden.  
         
   

4-achsiger Personenwagen (Coach) von Bachmann, Art-Nr. 39-054A. Der Suffix "A" (oder B,C oder D) bezeichnet bei Bachmann und Hornby immer eine andere Lackierungs- oder Beschriftungsvariante. Er ist aus der Blue Riband Serie, die einen höheren Standard bezeichnet. Dieser Wagen ist hervorragend detailliert, hat NEM-Schacht und Kurzkupplungskulisse. Die Katalogabbildungen geben die hohe Detaillierung leider nur unzureichend wieder. Ich hab ihn bei ebay für 10 Euro ersteigert. Man muß aber aufpassen, daß man bei ebay nicht die alten Sachen aus den 70/80er Jahren erwischt, denn da war noch alles recht spielzeugmäßig und das ist heute (noch?) nicht viel wert.

Das Vorbild ist aus der Reihe BR Mk I open SO in chocolate/cream, er ist bei British Railways Western Region gelaufen, die Periode ist von 1948 bis 1964.

 
         
 

Güterwagen

     
   

Milchtankwagen von Peco. Es handelt sich um einen Kunststoffbausatz mit der Art.-Nr. R-74E. Er ist in den entsprechenden Farben gespritzt und fertig beschriftet, hat Metall-Federpuffer und gefederte (!!!) Achsen, in dieser Spurweite sehr selten. Dazu kommt noch der Bastelspaß, alles passt wunderbar. Der Preis liegt bei 14 Euro. Peco bietet auch ein Güterwagen-Untergestell in der selben Qualität als Bausatz an, daß sehr gut für eigene Aufbauten verwendet werden kann. Mein nächstes Projekt wird daher ein 2-achsiger Kranwagen sein.

Milchtankwagen waren innen emailliert und fuhren ab den 30er Jahren in Ganzzügen, meistens von Personenzugloks gezogen, da es ja schnell gehen mußte. Es gab auch 3-achsige Bauarten, diese wurden letztes Jahr von Dapol heraus gebracht.

 
         
   

Offener Privatgüterwagen von Hornby. Das ist der typische offene britische Güterwagen, wie er über 120 Jahre, meist als Kohlewagen, eingesetzt wurde. Die frühen Wagen besaßen noch ein Untergestell komplett aus Holz. Die Größe wird bei dieser Art in der Anzahl der Seitenplanken angegeben, also ist dieser ein 7-plank-wagon. Eine Art-Nr. ist mir nicht bekannt, da es sich um eine Sonderlackierung für Irland handelt. Es werden jährlich in geringer Zahl auch 00-Modelle nach irischen Vorbildern produziert, die sehr selten in Model-Shops und wenn, dann nur in Irland zu finden sind. Ich habe dazu eine Sonder-Rubrik Irische Modellbahn eingerichtet, auf der weitere Modelle und Infos zu finden sind.

Dieser Wagen wurde  wie meine meisten Güterwagen mit Ladung versehen und mit schmutzig-brauner Farbbrühe gealtert. Dadurch treten auch die Details besser hervor.

 
         
   

Kein englischer Güterzug ohne Bremswagen ! Die Güterwagen hatten bis in 50er Jahre vielfach keine durchgehende Bremse. So wurden Bremswagen (brake van) erforderlich, meistens mit Gewicht von 20 Tonnen, auf denen ein Bremser nach Pfeifsignalen von der Lok den Zug zusätzlich mit einer großen Handkurbel abbremste. Zugleich diente der Bremswagen als Aufenthaltsraum für das Zugbegleitpersonal. Sie verfügten über Sitzbänke und einen Kohleofen, aber so richtig gemütlich wird es im Winter auch nicht gewesen sein. Auch heute noch hält die Privatbahngesellschaft EWS (England, Welsh & Scottish) einige Bremswagen zum Einsatz vor.

Dieser hier ist ein Modell von Bachmann mit der Art.-Nr. 33-306. Er ist beheimatet in Bristol West Depot, also genau passend in die Western Region. Die Periode ist etwa 1950.

 
         
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